Keimzeit
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
VVK: 33€ zzgl. Geb.
Abendkasse: tba

Keimzeit

Keimzeit

“TOUR ZUM NEUEN ALBUM 2026”

Nachdem KEIMZEIT eine ganze Tournee unter die Überschrift des vierten Studioalbums “Primeln & Elefanten” gestellt hat, werden die Weichen in Richtung eines neuen Studioalbums gestellt. Ab dem 17.04.2026 läuft dann die Tournee zum 14. Studioalbum. Eines der Markenzeichen von KEIMZEIT: Norbert Leisegangs unverwechselbarer Gesang.

Seit Anbeginn der Bandgeschichte stehen Norbert und sein Bruder Hartmut Leisegang (Bass) auf der KEIMZEIT Bühne. Andreas “Spatz” Sperling (Piano, Orgel, Gesang) ist seit 1993 an Bord. Dazu bereichern der Dresdner Lars Kutschke (Gitarre), Sebastian Nachtwei (Trompete, Flügelhorn und Gesang) und der Erfurter
Lin Dittmann am Schlagzeug seit vielen Jahren die Band.

KEIMZEIT Songs reflektieren unser Leben mal ironisch, mal spielerisch und meistens mit einem Augenzwinkern. Von rockig bis balladesk – die 6 Musiker bieten ein so breites Spektrum, dass man diese Band kaum in eine Schublade stecken kann. Ob mit “Kling Klang” nach Feuerland, auf einem Schiff nach “Singapur” oder mit dem “Hausmeister” zur “Berlinale” – KEIMZEIT Songs erzählen charmante Geschichten und die Konzerte sind immer einen Besuch wert. Wer KEIMZEIT kennt und liebt, wird bei dieser Tour zum 14. Studioalbum dabei sein. Es ist nie zu spät, gute Musik zu entdecken!




Neues Album: ACH, DIE MENSCHEN

Keimzeit behauptet bis heute eine stille Sonderstellung im deutschen Musikgeschäft. Unbeeindruckt von modi schen Strömungen und getragen von einer Anhänger schaft, die Verlässlichkeit höher schätzt als den schnellen Effekt, wirkt die Band wie ein bewusst gepflegter Anachronismus von eigenem kulturellem Gewicht. Ihre Präsenz speist sich weniger aus Lautstärke als aus einer bemerkenswerten Kontinuität, die in der gegenwärtigen Poplandschaft fast schon als Gegenentwurf gelten darf.

Mit dem nunmehr 14. Album „Ach, die Menschen“ setzt Keimzeit diesen höchst individuellen Kurs fort. Die Stücke überzeugen durch eine unaufgeregte musi ka lische Souveränität und jene charakteristischen, bisweilen kunstvoll verschränkten Texte, die Norbert Leisegang seit Jahrzehnten auszeichnen. Es lohnt sich immer genau hinzuhören: Die feinen Beobachtungen, die beiläufigen Pointen, die kleinen gedanklichen Volten entfalten ihre Wirkung oft erst beim zweiten Hinhören. Das Album „Ach, die Menschen“ ist vor diesem Hinter grund ein KeimzeitAlbum at its best.

Der ungewöhnliche Albumtitel mag in diesen unüber sichtlichen Zeiten zunächst politische Anspielungen vermuten lassen. Doch Norbert Leisegang hat seine Texte stets weniger als Kommentare zum Zeitgeschehen verstanden, denn als Form gehobenen Entertainments. Wo politische Haltung aufscheint, vermittelt er sie über Alltagsbeobachtungen, nicht über Parolen. So öffnet der Titelsong – um den sich das Album auch inhaltlich sammelt – die knarrende Tür zu diesem neuen Werk und überrascht mit einer Zeile, die mild, menschen freundlich und unverkennbar Leisegang ist: „Ach, die Menschen, egal, wie man es sieht. Ich, für meinen Teil, hätte sie geliebt.“ Das neue KeimzeitAlbum bündelt in diesem MusikKosmos 11 weitere Stücke, die die stilistische Spannweite der Band eindrucksvoll belegen. An den Reglern saß – wie schon bei einigen Keimzeit Alben – Produzent Peter Schmidt, der die 12 Songs in den traditionsreichen Ballsaal Studios in Berlin ab mischte und diese zuvor mit der Band zusammen im Studio von Keyboarder Andreas Sperling aufnahm.

„Ach, die Menschen“ erweist sich als ein Werk, das sich Lied für Lied dem Alltagsleben und damit dem Mensch sein selbst annähert. Dies geschieht unter anderem mit skurrilen Ideen wie im Song „Bummelzug“. Der Titel begeistert mit der typischen KeimzeitLeichtigkeit. Einst ein schnittiger DZug, ist er heute ein gemächlicher Bummelzug, der sich auf dem Abstellgleis als geliebter Oldtimer ausruht – das Rad des Lebens in bildreicher Miniatur. ReggaeAnklänge verbinden sich mit elegan ten Improvisationen am Klavier und an der Posaune. Ein locker groovender „Bummelzug“, den man sofort ins Herz schließt.

Mit witzigsaftigen Metaphern versehen, erfreut der vom Chanson im Stile Jacques Brels beeinflusste Song „ Fasching im Februar“ das innere Auge. Zynisch, aber nicht ohne Sympathie für das Abgründige, führt der Text durch ein alkoholgetränktes Treiben: „Fasching im Februar, der schöne Ken hat sich erbrochen. Erschrocken spürt Barbie eine Hand unter ihrem Rock. Hänsel hat der Hexe eine tollkühne Nacht versprochen, und Gretel auf dem Sofa schmollt wütend und bockt.“ Wie in einem TarantinoFilm gleitet die Szene weiter und schon wartet die „Gute Fee“ auf uns. „Dir zu Diensten bin ich, so, wie ich hier steh, mit Fantasie so etwas wie deine gute Fee“, heißt es in dem folkrockigen IndieSong. Uralte Zauber kunst schwirrt durch den Kopf und die Musik lässt uns in wunschlosen Zirkeln entschweben. Das ist Keimzeit in reinster Form.

Rockiger und psychedelischer präsentiert sich „Stern“, ein Stück, das zwischen unmöglicher Liebe und deren melancholischer Nachbetrachtung oszilliert. Die Zeile „Denn nur ein Narr begehrt den Stern am Firmament“ verleiht dem Lied jene poetische Offenheit, die Raum für Deutung lässt. Persönlich und zugleich geerdet wirkt „Therapie“. „In meinem Umfeld hat fast jeder schon eine Therapie hinter sich, ich dachte mir, es ist mal an der Zeit, ein Lied darüber zu schreiben“, sagt Leisegang. „Für mich ist das nichts mehr, auch weil meine Songs für mich so etwas wie eine Therapie sind.“ Der Titel, mit einem markanten Gitarrensolo versehen, dürfte sich auch live als kraftvolle RockNummer erweisen.

Als weiterer Höhepunkt findet sich mit „Sultan tanzt Samba“ ein heiteres Stück, inspiriert von einem letztjäh rigen Konzert in Santa Clara auf Kuba auf dem Album. Bekannt ist die Stadt vor allem durch das Che Guevara Mausoleum im Westen der Stadt, das die letzte Ruhe stätte von Che Guevara und anderen Kämpfern ist. Der im begradigten BossaNovaStil gehaltene Song lebt von seinem schrägen Humor und einer Leichtigkeit, die unmittelbar ansteckt: „Allein der Sultan, sonst niemand, hört sie, die lateinamerikanische Melodie. Der Papagei kratzt sich am Hals und staunt, was für ein Tag, der Chef ist gut gelaunt.“

So wirkt „Ach, die Menschen“ wie ein spätes Kapitel in einer langen, behutsam erzählten Geschichte. Keimzeit bleiben auch hier jene Band, die eine eigene Welt er schaffen hat, eine Welt, in der Alltagsbeobachtungen zu kleinen Parabeln werden und selbst unscheinbare Szenen zu inspirierenden Momenten der Klarheit auf keimen können. Die neuen Songs öffnen diese magische Tür, geben uns poetische Lichtinseln, in denen sich das Gewöhnliche für einen nur kurzen Augenblick ins Bedeu tende hebt.


Hinweis zur Anfahrt:

Auf dem Gelände der Kantine stehen unseren Gästen bis zu 100 kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Öffentliche Ausweichparkplätze befinden sich in fußläufiger Nähe. Bitte auf keinen Fall wild im Gewerbegebiet parken!

Gerade bei größeren Veranstaltungen empfehlen wir allerdings ausdrücklich die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Weitere Details dazu findet ihr hier!

Essen:

Unser Partner Abang Toto´s versorgt Sie mit Klassikern wie Currywurst sowie mit leckeren malaysischen Spezialitäten. Der Imbiss öffnet zum Einlass-Beginn. Die jeweils aktuelle Speisekarte finden sie hier:

www.abangtotos.de/kantine